Die Sparkassen Wildcats haben ihre Stärken eindrucksvoll auf das Feld gebracht
Mannschaftskapitänin Sabrina Dommaschke hatte vor dem Spiel versprochen, hellwach in das Spiel zu gehen, die eigenen Stärken auf das Feld zu bringen und den Gegner nicht zu unterschätzen. Dieses Versprechen wurde beeindruckend umgesetzt.
Von Anfang an waren alle auf dem Feld präsent und die Spielerinnen am Rande unterstützten lautstark die Aktionen und stimmten in den Applaus der über 400 Zuschauer ein. In jedem Satz landeten die ersten Punkte auf der Stralsunder Seite und konnten dann im Verlauf zu deutlichen Vorsprüngen ausgebaut werden. Im ersten und dritten Durchgang hielten die Gäste das Ergebnis am Satzbeginn noch etwas offen, ehe sich die Überlegenheit im Punktabstand widerspiegelte. Da beendeten jeweils zwei Aufschlagserien mit sechs und mehr Aufschlägen von Amelie Grawert und Moara Santos den ausgeglichenen Verlauf. Im zweiten Satz startete das Heimteam mit 9:1 Punkten und baute den Vorsprung auf 20:9 aus, ehe noch ein paar Punkte zugelassen wurden. In dieser Phase blitzte auch das individuelle Vermögen der Gäste auf. Einige gute Aufschläge und Angriffe reichten aber nicht aus, um die Sparkassen Wildcats entscheidend unter Druck zu setzen.
Mit deren Stärken im Aufschlag – 13 Asse bei nur 7 Fehlern – einer sehr guten Annahme und Abwehr sowie Blockarbeit war es immer wieder möglich, entscheidende Akzente im Angriff zu setzen. Positiv dabei, dass der Druck von allen Positionen erfolgt. Damit hatte es der Gegner dann auch extrem schwer, aus der Abwehr heraus das eigene Spiel zu entwickeln.
Mit einer gründlichen Analyse des Düsseldorfer Spiels und dem erarbeiteten Matchplan legte das Trainerteam eine entscheidende Grundlage für den Erfolg. Es schickte zunächst auch immer die erste Sechs auf das Feld und wechselte dann punktuell. So erhielten alle Spielerinnen Einsatzzeiten und leisteten ihren Beitrag zum Erfolg auf dem Feld und nicht nur durch die moralische Unterstützung.
Auch wenn das Spiel nach nur 70 Minuten Spielzeit beendet war, waren die Fans und Zuschauer begeistert und feierten ihr Team, von dem sie gern noch mehr gesehen hätten.
Nun sind sie gespannt, was eine solche Leistung im Pokal gegen den Erstligisten aus Erfurt Wert sein kann. Aber vielleicht gibt es auch auf Stralsunder Seite noch eine Steigerung.
Von Steffen Täubrich (VC)
