Eine gute sportliche Leistung drückt sich nicht immer in Punktabständen aus
Mit den Neuseenland-Volleys Markleeberg kam ein besonderes Team in die Diesterweg-Sporthalle. Zunächst gehört es zu jenen Mannschaften, die erstmals am Sund aufschlagen. Dann stand der Bus bereits vor der Halle als die ersten Verantwortlichen der Sparkassen Wildcats eintrafen und das waren immerhin dreieinhalb Stunden vor dem Spiel. Das bekamen bisher nicht viele hin. Die vielen Gästefans stellen ein weiteres Merkmal dar. Und dann war da noch der Antrag an die Schiedsrichter auf getrenntes Einschlagen. Niemand konnte sich erinnern, ob das in den 17 Saison schon einmal so stattfand.
Im Spiel unternahmen sie dann alles, um mit einem Satz oder gar Punkterfolg nach Hause zu fahren, angepeitscht von ihren mitgereisten Fans. Diese waren allerdings bei fast 500 Zuschauern in deutlicher Unterzahl.
Stralsund zeigte überwiegend ein gutes Spiel, in machen Phasen war es auch fast perfekt. Die Zuspielerin setzte ihre Mitspielerinnen variabel ein unter Einbeziehung aller Positionen. Diese setzten sich mit ihren Angriffen und Aufschlägen auch druckvoll durch. Dadurch konnten teils deutliche Vorsprünge erspielt werden. Unter dem Druck der gegnerischen Aufgaben und Angriffe passierten dann aber auch ein paar Fehler zu viel. So wurde im ersten Satz gleich am Anfang ein 4-Punkte-Vorsprung und am Ende gar 8 Punkte verspielt. Die Gäste waren somit immer wieder dran. Vom 19:11 ging es zum 23:23 und dann zum Stralsunder Satzgewinn. Das dies noch gelang ist auch Ausdruck der Weiterentwicklung des Teams, in dieser Situation nicht den Fokus und die Konzentration verloren zu haben.
Auch im zweiten Satz stand es 23:23. Kein Team konnte sich bis dahin entscheidend absetzen. In der Over-Time hatten beide Teams mehrere Satzbälle. Die Wildcats konnten dann ihren dritten nutzen.
Im dritten Satz dominierte dann das Heimteam. Das wurde auch möglich, weil weniger eigene Fehler gemacht wurden und der Druck kontinuierlich erhöht werden konnte. Beeinflusst von einer längeren Diskussion mit dem Schiedsrichter und nachlassendem Druck des Gästeteams, besonders im Aufschlag konnte der Satz in beeindruckender Manier zum Spielgewinn gestaltet werden.
Die zahlreichen Fans in der Halle waren begeistert und feierten das Team.
Von Steffen Täubrich (VC)
